Florenz
Am 14. April komme ich am späten Nachmittag in Florenz an. Einen Tag nehme ich mir Zeit für die Stadt, besichtige auch den Dom mit dem botanisch ansprechenden Namen Santa Maria del Fiore, gewidmet der Heiligen Maria der Blume - gemeint ist wohl die Liliie als Symbol der Reinheit.

Mein besonderes Interesse aber gilt dem Ausgangspunkt des Franziskuswegs, der franziskanischen Basilika Santa Croce. Hier bekomme ich den ersten Stempel in meinem vom Bistum Gubbio ausgestellten Pilgerpass und schaue mir in der Kirche und dem benachbarten Kloster die zahlreichen Hinweise auf Franziskus an. Darunter ist ein Altarbild, das den Heiligen mit Stationen aus seinem Leben zeigt und das nur 20 Jahre nach seinem Tod entstanden ist. Darunter ist auch eine Darstellung, wie Franziskus mit Vögeln spricht - eine der Legenden, die Franziskus in einer besonders engen Verbindung mit der Natur sehen.

Im Arno-Tal


Hinauf zum Consuma-Pass

Danach beginnen ausgedehnte Wälder, aufgelockert von kleinen Wiesenhainen. Die blaue Sternanemone hält ihre Blüten am Morgen noch geschlossen. Weit geöffnet ist aber eine Ragwurz-Orchidee aus der sphegodes-Gruppe. Diese wurde erst 2011 von Rolando Romolini und Romieg Soca (In: Journal Europäischer Orchideen 43/4) als Ophrys minipassionis beschrieben. Zu den besonderen Merkmalen gehört die eher kleine, konvex geformte und rundliche Lippe mit einem kleinen Anhängsel in einer Einbuchtung. Die grünen Petalen der Blüte sind dunkler als die Sepalen. Auffallend bei der hier angetroffenen Pflanze ist der grüne Lippenrand. Der Artname bezieht sich auf Ophrys passionis, die Oster-Ragwurz, die ich in Südfrankreich in den Causses gesehen habe.
Wieder ins Arno-Tal hinab






