Rhodos

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Von Sálakos zum Meer

In Sálakos freuen wir uns in einem Café über den schönen Abstieg und kommen mit Bewohnern des kleinen Städtchens ins Gespräch. Immer wieder treffen wir Menschen, die eine zeitlang zum Arbeiten in Deutschland waren. Ein älterer Mann zeigt uns stolz seinen Firmenausweis.  Über Feldwege laufen wir weiter nach Norden. Bald begleitet uns wieder Ophrys rhodia, die in den Bergen nicht zu sehen war. 

ophrys rhodia 4

ophrys mammosa 4

Eine zeitlang laufen wir über einen Phrygana-Höhenrücken mit auffallend vielen Ophrys mammosa. Sonst notiere ich nur Anacamptis pyramidalis im Notizbuch. Vielleicht sind es die Bergziegen, die hier die Vielfalt der Flora überschaubar halten.image.png

 Wir genießen die Stille im ruhigeren Westen der Insel, stundenlang laufen wir in Richtung Küste, ohne ein einziges Anwesen zu passieren. Die Eindrücke der vergangenen Tage waren vielfältig. Allmählich bekommen wir aber eine Vorstellung auch von schwieriger zu bestimmenden Arten wie Ophrys calypsus, die an der Westküste reichlich blüht. Unser Ziel ist die kleine Siedlung Kalavarda. Dort ist es wieder viel wärmer als in den Bergen. Wir kommen bei Yvonne und Stergios in Melina's Apartment unter - die letzte Unterkunft der Reise ist auch die beste.

ophrys calypsus 3

Kalavarda 

Am 16. April laufen wir von Kalavarda nach Kamiros. An einem dichtbewachsenen Phrygana-Hang blüht die Große Rhodische Hummelragwurz, Ophrys colossaea, die wir zuerst auf dem Kap Vagia an der Ostküste gesehen haben. Einige der prächtigen Blüten haben einen gelben Lippenrand.

ophrys colossaea 3

Die antiken Ausgrabungen von Kamiros sind ausgerechnet heute nicht zur Besichtigung geöffnet. Aber wir laufen noch auf einen Hügel hinauf und sehen unter anderem schöne Ophrys calypsus, ehe wir am Strand entlang zurücklaufen und abends in einem Fischrestaurant die einzigen Gäste sind.

Am letzten Tag unserer Reise fährt uns Stergios in seinen Weinberg, der einige Kilometer südlich in den Hügeln liegt.

weinberg

Auf dem langsamen Weg über die Hügel zurück sehen wir wieder Ophrys oestrifera subsp. polyxo mit deutlich zugespitzten Seitenhöckern. Und neben Ophrys mammosa zum ersten Mal auch eine Regenbogen-Ragwurz (Ophrys iricolor). Ophrys coriophora subsp. fragrans und Orchis sancta sind in diesem wohl eher kühlen Frühling noch nicht erblüht, wir sehen immer wieder knospende Pflanzen. Aber nun ist unsere Zeit beendet. Nach rund 250 Kilometern zu Fuß durch Rhodos nehmen wir Abschied von der Insel und ihren gastfreundlichen Menschen.

ophrys polyxo 3 ophrys iricolor 1

 

 

 

 

 

 

kalavarda